»Es werden legale Möglichkeiten versperrt«

Ein Programm des Bundeslands Berlin ermöglichte seit 2014 die Aufnahme von Flüchtlingen, die bereits Angehörige in der Stadt haben. Die Voraussetzung war, dass die Verwandten für mindestens fünf Jahre die Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung selbst übernehmen. Doch nun wird das Programm beendet: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat der Verlängerung keine Zustimmung erteilt. Die Berliner Wochenzeitung »Jungle World« sprach mit Mahdiah Hashemi, der Gründerin des Afghanischen Frauenvereins MAH über die Folgen dieser Entscheidung.

Das vollständige Interview finden Sie hier (Link leitet weiter auf der Webseite von jungle.world).


Hilfsgüter an der Grenze zwischen Afghanistan und Iran angekommen

Der Afghanische Frauenverein MAH hat eine Lieferung von Hilfsgüter an afghanische Geflüchtete in Not organisiert. Diese sind erfolgreich angekommen. Von Helfern vor Ort erhielten wir diese Nachricht:

Sehr geehrte Vorsitzende des Frauenvereins MAH, Frau Hashemi,

wir hoffen von Herzen, dass es Ihnen gut geht und wünschen Ihnen Gesundheit und Kraft.
Dies ist ein kurzer Bericht über die aktuelle Situation: Wir befinden uns auf dem Weg zum Nullpunkt an der Grenze zwischen Afghanistan und Iran. Dort überreichen wir Ihre wertvollen Hilfsgüter an afghanische Menschen, die aus dem Iran abgeschoben wurden und sich in großer Not befinden.

Aus tiefstem Herzen danken wir Ihnen für Ihre Menschlichkeit und Unterstützung. Möge Gott Sie stets beschützen und Ihnen weiterhin die Kraft schenken, Hoffnung zu geben und anderen Menschen zu helfen.


Hilfe für Familie in Kabul angekommen


Berichterstattung durch Journalist Wahid

Nach der Machtübernahme der Taliban haben sich die Sicherheits- und Wirtschaftslage in Afghanistan stark verschlechtert. Besonders die Einschränkungen für Frauen und Mädchen – wie das Verbot von Bildung – haben viele Familien dazu gezwungen, in Nachbarländer zu fliehen.

Einige Menschen mussten wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten alleine oder mit wenigen Familienmitgliedern auswandern. Wer finanziell besser aufgestellt war, suchte Schutz in europäischen Ländern.

In letzter Zeit haben Afghanistans Nachbarländer damit begonnen, viele afghanische Geflüchtete unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus abzuschieben. Diese Situation bringt große Herausforderungen für Afghanistan mit sich – sowohl wirtschaftlich als auch in Bezug auf die Sicherheit, besonders für Menschen, die in der vorherigen Regierung mit internationalen Organisationen gearbeitet haben.

Aus diesem Grund hat der Afghanische Frauenverein am 26. Juli in Berlin eine Veranstaltung organisiert. Ziel war es, die Öffentlichkeit und Regierungen über diese Situation zu informieren, Beispiele von Abschiebungen zu zeigen und ein Ende dieser Maßnahmen zu fordern.

@wahid_jalali11 war als Journalist vor Ort und hat Teile der Reden dokumentiert. Während der Veranstaltung hat er ein Interview mit Frau Mahdiah Hashemi, der Leiterin des Vereins, geführt sowie ein weiteres Interview auf Deutsch mit Frau Isabel Imhof.

Die gesamte Veranstaltung und die Interviews können Sie in voller Länge beim Radiosender Berlin anhören oder als Video auf dem Kanal „Pardis Info“ anschauen.


Einbürgerungsfeier Bezirk Mitte

Am 02.10.2025 fand im Festsaal der Berliner Stadtmission eine Einbürgerungsfeier statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Beirat & Ausschuss für Partizipation und Integration. Der Afghanische Frauenverein MAH e.V. war einer der Partner. Hier sehen Sie einige Eindrück der vergangenen Veranstaltung.


MAH beim RBB

Die Gründerin Mahdiah Hashemi erzählte im Interview mit dem RBB von ihren Fluchterfahrungen, der aktuellen Situation in Afghanistan und ihrer Arbeit für den Verein MAH. Eine Aufnahme finden Sie hier.


MAH im Tagesspiegel

Im August erschien in der Berliner Tageszeitung Tagesspiegel eine Reportage über die Gründerin von MAH, Mahdiah Hashemi. Der ganze Artikel ist zu finden auf der Webseite des Tagesspiegels.