Frauen kämpfen sich durch

Tischlerinnen und Politikerinnen, afghanische Frauen in Berlin und Betroffene von K.O.-Tropfen – sie alle müssen für ihre Rechte und für Gleichberechtigung kämpfen. Immer mehr Frauen boxen sich auch wortwörtlich durch – mit Kampfsport zur Selbstermächtigung und Emanzipation.

Die Gründerin des Frauenvereins MAH, Mahdiah Hashemi, wurde zum Internationalen Frauentag vom RBB-Radiosender Radio3 eingeladen, um mit Ursula Voßhenrich über die Beteiligung am Frauengeneralstreik zu sprechen.

Das Interview mit Mahdiah Hashemi finden Sie hier. Darin spricht sie davon, dass Frauenrechte für viele afghanische Frauen keine Selbstverständlichkeit sind. Den Frauen werden Bildung, Arbeit und ihre Freiheit systematisch genommen, und auch in Deutschland werden sie vor große Hürden gestellt. Sie brauchen und verdienen Chancen und Unterstützung – darum steht der Verein entschlossen für alle Frauen in Afghanistan und wird sie beim Generalstreik, der sich an den Frauentag anschließt, repräsentieren.


Frauen, Leben, Freiheit – Rede beim Generalstreik

Anlässlich des von der Intiative „Enough! Genug! Basta!“ ausgerufenen globalen Frauen-Generalstreik am 9. März 2026 hat auch die Gründerin des Afghanischen Frauenvereins MAH, Mahdiah Hashemi, in Berlin eine Rede für das afghanische Volk und die afghanischen Frauen im besonderen gehalten. Sehen Sie hier eine Aufnahme der Rede sowie den Text der Rede.

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin sowohl glücklich als auch traurig, hier zu stehen. Ich bin glücklich, weil ich hier bin, um über die Frauen und Mädchen in Afghanistan zu sprechen, die jeden Moment in meinem Land leiden.
Als afghanisches Volk haben wir ein höheres Recht verdient, wir erwarten ein besseres Leben, deshalb sind wir hier.


Aber wir glauben, dass das Ergebnis in Gottes Händen liegt, und wir sind sicher, dass das afghanische Volk eines Tages siegen wird – ob wir dabei sind oder nicht. Aber dieser Weg ist der Weg zur Freiheit und Gerechtigkeit.
Das grundlegende Recht eines Menschen wird derzeit verletzt. Wir stehen hier, damit die Welt uns unterstützt. Und wenn sie es nicht tut: unsere Widerstandsfähigkeit ist härter.
Das ist eine Entscheidung, die wir als Bürger dieses Landes getroffen haben, weil wir uns dafür entschieden haben, für die Rechte einzutreten.

Wir befinden uns im Jahr 2026. Die Menschen in Afghanistan, insbesondere die junge Generation, streben nach neuen Bedingungen. Sie wollen ein neues Afghanistan, ein gerechtes und demokratisches System, in dem sie über ihre Zukunft selbst entscheiden können.

Ich glaube zu 100 Prozent daran. Genauso wie ich an die Gott glaube, glaube ich an das afghanische Volk. Früher oder später werden sie siegen. Die dunklen und schwierigen Tage werden vorübergehen, und ich glaube fest daran, dass das Volk letztendlich siegreich sein wird.
Ich glaube daran, dass es Zeit braucht, und ich glaube an die Opferbereitschaft. Unser Volk und wir sind bereit, Opfer zu bringen.

In Bezug auf die heutigen Siege ist unser Glaube stark an den Widestand des Volkes, die Standhaftigkeit des Volkes, Konferenzen und Veranstaltungen, verschiedene Programme. All dies sind Errungenschaften des afghanischen Volkes im Kampf und sind ausschließlich ihre Erfolge.

Ich habe eine Frage: Haben Sie jemals von einem Volk oder einer Nation gehört, die alleine gekämpft und schnell Fortschritte erzielt hat? Jeder Kampf braucht Zeit, erfordert Geduld und Ausdauer. Wir gehen diesen Weg mit Geduld, Planung und der Unterstützung des Volkes, auch wenn wir alleine sind. Wir fragen uns, wie lange andere Nationen und Organisationen uns unterstützen werden.

In der Hoffnung auf einen Tag, an dem es keine Unterdrückung mehr auf der Welt gibt.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass die Frauen in Afghanistan und im Iran ein gemeinsames Wort haben: Frauen. Leben. Freiheit.


Gemeinsamer Iftar mit Tuba Buzkurt vom Abgeordnetenhaus und Hannah Steinmüller vom Bundestag

Wir bedanken uns herzlich für die freundliche Einladung zum gemeinsamen Iftar von zwei engagierten Personen aus Frau Tuba Buzkurt MDA UND Frau Hannah Steinmüller MDB .
Es war uns eine große Freude, als Verein an diesem schönen und warmen Abend teilzunehmen.

Solche Begegnungen erinnern uns daran, wie wichtig Zusammenhalt, gegenseitiger Respekt und Gemeinschaft sind.

Wir hoffen, dass solche Treffen weiterhin Brücken bauen, neue Begegnungen ermöglichen und unsere Zusammenarbeit stärken.

Vielen Dank für die herzliche Gastfreundschaft. 🌙✨


»Es werden legale Möglichkeiten versperrt«

Ein Programm des Bundeslands Berlin ermöglichte seit 2014 die Aufnahme von Flüchtlingen, die bereits Angehörige in der Stadt haben. Die Voraussetzung war, dass die Verwandten für mindestens fünf Jahre die Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung selbst übernehmen. Doch nun wird das Programm beendet: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat der Verlängerung keine Zustimmung erteilt. Die Berliner Wochenzeitung »Jungle World« sprach mit Mahdiah Hashemi, der Gründerin des Afghanischen Frauenvereins MAH über die Folgen dieser Entscheidung.

Das vollständige Interview finden Sie hier (Link leitet weiter auf der Webseite von jungle.world).


Afghanische Roboter-Mädchen – Pionierinnen der Zukunft

In Afghanistan zeigen mutige Mädchen, dass Technik und Wissenschaft keine Grenzen kennen. Trotz gesellschaftlicher Hürden und fehlender Ressourcen bauen sie Roboter, nehmen an Wettbewerben teil und entwickeln ihre Fähigkeiten in Robotik.

Diese jungen Innovatorinnen beweisen: Mädchen können führend in Wissenschaft und Technologie sein. Sie inspirieren andere, ihre Träume zu verfolgen und die Zukunft aktiv mitzugestalten.


Hilfsgüter an der Grenze zwischen Afghanistan und Iran angekommen

Der Afghanische Frauenverein MAH hat eine Lieferung von Hilfsgüter an afghanische Geflüchtete in Not organisiert. Diese sind erfolgreich angekommen. Von Helfern vor Ort erhielten wir diese Nachricht:

Sehr geehrte Vorsitzende des Frauenvereins MAH, Frau Hashemi,

wir hoffen von Herzen, dass es Ihnen gut geht und wünschen Ihnen Gesundheit und Kraft.
Dies ist ein kurzer Bericht über die aktuelle Situation: Wir befinden uns auf dem Weg zum Nullpunkt an der Grenze zwischen Afghanistan und Iran. Dort überreichen wir Ihre wertvollen Hilfsgüter an afghanische Menschen, die aus dem Iran abgeschoben wurden und sich in großer Not befinden.

Aus tiefstem Herzen danken wir Ihnen für Ihre Menschlichkeit und Unterstützung. Möge Gott Sie stets beschützen und Ihnen weiterhin die Kraft schenken, Hoffnung zu geben und anderen Menschen zu helfen.


Hilfe für Familie in Kabul angekommen


Berichterstattung durch Journalist Wahid

Nach der Machtübernahme der Taliban haben sich die Sicherheits- und Wirtschaftslage in Afghanistan stark verschlechtert. Besonders die Einschränkungen für Frauen und Mädchen – wie das Verbot von Bildung – haben viele Familien dazu gezwungen, in Nachbarländer zu fliehen.

Einige Menschen mussten wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten alleine oder mit wenigen Familienmitgliedern auswandern. Wer finanziell besser aufgestellt war, suchte Schutz in europäischen Ländern.

In letzter Zeit haben Afghanistans Nachbarländer damit begonnen, viele afghanische Geflüchtete unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus abzuschieben. Diese Situation bringt große Herausforderungen für Afghanistan mit sich – sowohl wirtschaftlich als auch in Bezug auf die Sicherheit, besonders für Menschen, die in der vorherigen Regierung mit internationalen Organisationen gearbeitet haben.

Aus diesem Grund hat der Afghanische Frauenverein am 26. Juli in Berlin eine Veranstaltung organisiert. Ziel war es, die Öffentlichkeit und Regierungen über diese Situation zu informieren, Beispiele von Abschiebungen zu zeigen und ein Ende dieser Maßnahmen zu fordern.

@wahid_jalali11 war als Journalist vor Ort und hat Teile der Reden dokumentiert. Während der Veranstaltung hat er ein Interview mit Frau Mahdiah Hashemi, der Leiterin des Vereins, geführt sowie ein weiteres Interview auf Deutsch mit Frau Isabel Imhof.

Die gesamte Veranstaltung und die Interviews können Sie in voller Länge beim Radiosender Berlin anhören oder als Video auf dem Kanal „Pardis Info“ anschauen.


Zusammenarbeit mit Migrantas e.V.

Diese Nachricht hat uns der gemeinnützige Verein Migrantas e.V. zukommen lassen:

Der Afghanische Frauenverein MAH e.V. und wir (Migrantas e.V. ) arbeiten seit vielen Jahren sehr eng und herzlich zusammen.
Diese Zusammenarbeit war für uns immer bereichernd und voller gemeinsamer Erfolge. Aus tiefster Überzeugung empfehlen wir diesen Verein weiter, weil er mit Herz, Vertrauen und großem Engagement für die Menschen arbeitet.


Einbürgerungsfeier Bezirk Mitte

Am 02.10.2025 fand im Festsaal der Berliner Stadtmission eine Einbürgerungsfeier statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Beirat & Ausschuss für Partizipation und Integration. Der Afghanische Frauenverein MAH e.V. war einer der Partner. Hier sehen Sie einige Eindrück der vergangenen Veranstaltung.


MAH beim RBB

Die Gründerin Mahdiah Hashemi erzählte im Interview mit dem RBB von ihren Fluchterfahrungen, der aktuellen Situation in Afghanistan und ihrer Arbeit für den Verein MAH. Eine Aufnahme finden Sie hier.


MAH im Tagesspiegel

Im August erschien in der Berliner Tageszeitung Tagesspiegel eine Reportage über die Gründerin von MAH, Mahdiah Hashemi. Der ganze Artikel ist zu finden auf der Webseite des Tagesspiegels.


Fotografien von Andreas Rost

Andreas Rost zeigt in Berlin Fotografien, die während seiner insgesamt drei Aufenthalte in Afghanistan zwischen 2007 und 2009 unter schwierigen Bedingungen entstanden sind. Seine schwarz-weiß aufgenommenen Bilder überzeugen sowohl durch die subjektiv bewusste, sensible Annäherung an die Thematik als auch durch ihre Poesie und ästhetische Anmutung. Im Blick des Künstlers erhalten wir einen unmittelbaren Eindruck vom alltäglichen Leben im Afghanistan jener Jahre und bekommen zugleich einen Eindruck von den vorherrschenden patriarchalisch-archaischen Strukturen.


Taliban in Afghanistan

Die Anwesenheit der Taliban und der Fall jeder Stadt im Land verursachen einen Schmerz im Herzen eines jeden Afghanen.
Und die eingewanderten Afghanen beobachten dieses Unglück und die Probleme der unterdrückten Bevölkerung im Land auch.
Alles, was wir tun können, ist unsere Stimme erheben und gegen diese religiöse Diktatur schreien und protestieren.
Gestern, 14.08.2021, haben afghanische Einwanderer in Berlin und rund um die Protestkundgebung gegen die brutalen Angriffe der Taliban-Gruppe und die Gleichgültigkeit des Ghani-Regimes ihre Stimme gegenüber der Welt geäußert.
Mögen diese Stimmen einen Schrei erheben und die Wurzeln der Tyrannei und Diktaturen von der Welt ausrotten.


Justizkundgebung für die Rechte von Frauen und Mädchen in Afghanistan vom 17.4.2022


Demo in Berlin

Demonstrationen in der deutschen Hauptstadt:

Eine große Zahl Berliner ging am Samstag auf die Straße, um gegen die Taliban-Herrschaft in Afghanistan und die vorherige Anführer zu demonstrieren.


Zwischenstand der Spendenaktion


Spendenaktion des Afghanischen Kommunikations- und Kulturzentrum (AKKZ) für Vertriebene in Afghanistan

Aufgrund der sich verschlechternden Sicherheits- und Wirtschaftslage in Afghanistan hat das Afghanische Kommunikations- und Kulturzentrum e.V. in Berlin eine Spendenaktion gestartet. Der gesammelte Betrag wurde in Abstimmung mit dem Hilfeteam in Afghanistan an bedürftige Familien weitergegeben. Auch Sie können spenden. Sie haben einen Anteil daran, die Probleme der obdachlosen Menschen in Not zu verringern.